Elvedin Mahić

„Heimat bleibt Heimat“.

Eiscafé Palma öffnete seine Türen am 16. April 2006. Nach einer Planungsphase von zwei Jahren sanierten der gebürtige Bosnier Elvedin Mahić und seine Ehefrau Elvedina den ehemaligen Geschirrladen im Landwasser-Zentrum von Grund auf. „Wir investierten 250.000€, legten neue Wasser- und Stromleitungen und installierten drei Toiletten im Untergeschoss“, sagt Herr Mahić. Er kennt seinen Laden wie seine Westentasche, da das Ehepaar bis zu 16 Stunden täglich arbeitet. 

In den letzten 13 Jahren sind sie drei Mal in Urlaub gefahren, jeweils für eine Woche. „Wenn man einen solchen Laden hat, darf man die Stunden nicht zählen. Entweder macht man es aus Überzeugung und Leidenschaft, oder man soll es lieber lassen.“

Am Anfang lief das Geschäft etwas schleppend. Aber nach ein paar Jahren merkten die Ladenbesitzer, dass das Café zum Treffpunkt der ganzen Nachbarschaft geworden ist.

„Landwasser ist wie ein kleines Dorf. Jeder kennt jeden. Das Viertel ist von der Fläche her relative klein, aber dafür dicht besiedelt.“ Mit einer Grundfläche von nur 1,25 km² leben ca. 7.000 Menschen in Landwasser. Die Bevölkerung ist bunt: jung und alt, deutsch und nicht-deutsch.

Der gesamte Platz um das Café strahlt eine Ruhe und Zufriedenheit aus, als wären die Menschen hier genauso zu Hause wie in ihren eigenen vier Wänden.

„Seit der Eröffnung des Cafés hat ein Generationswechsel stattgefunden. Landwasser wird älter. Die Kunden auch.“

Kein einziger Besucher schaut in sein Handy, sondern in die Augen seines Mitmenschen. Am Stammtisch wird rege diskutiert.

Das Eiscafé ist nicht nur ein Treffpunkt für die Gemeinschaft, sondern auch ein Ort zum Erwachsenwerden. Eltern drücken ihren Kindern ein paar Münzen in die Hand, um dort ihr erstes Eis zu kaufen. „Und jedes Mal vergessen die Kinder das Rückgeld, sobald sie das Eis erhalten haben“, lacht Herr Mahić. Wie oft er in den letzten 13 Jahren um die Theke rennen musste, um den Kindern das Restgeld zu geben, hat er nicht gezählt. „Aber es passiert jedes Mal”, lacht er. In der Zwischenzeit hat er das Personal über die richtige Reihenfolge bei kleineren Kindern informiert -- erst das Rückgeld, dann das Eis.

Seit der Eröffnung des Cafés hat ein Generationswechsel stattgefunden. Landwasser wird älter. Die Kunden auch. Der allererste Kunde war damals ein siebenjähriger Junge, der geduldig darauf wartete, bis die Türen um 13 Uhr aufgingen. Heute ist er 20 Jahre alt. Selbst die erwachsenen Kinder vom Ehepaar Mahić, die einst ihre Hausaufgaben im Café erledigt haben, helfen heute aus. Der Familienbetrieb läuft weiter. In Herbolzheim machte das Ehepaar im Februar 2018 ein zweites Café auf. Aber Landwasser ist der Ort, an dem sie sich 1993 kennen gelernt haben. Es ist ein Teil ihrer Familiengeschichte.

„Ich will in Landwasser auch bleiben“, sagt Herr Mahić zum Schluss. Ein Augenschweif über die gefüllte Terrasse zeigt auch, dass das Café das Zentrum für viele ist. Heimat bleibt Heimat. Auch wenn die Dinge sich ändern.

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